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Arlou

Atlantiküberquerung

Nach dem wir nun schon einige Wochen festgestellt haben wie gut es uns hier in der Karibik gefällt, wollen wir Euch „natöööörlich“ auch an unserer Überquerung des großen Teiches teilhaben lassen. Hier bekommt ihr nun Einblicke in unser Logbuch und Fotos, auf welchen wir Szenen unserer 17 einhalbtägige Überfahrt festgehalten haben. Und allen denen, die uns immer wieder fragen was man so isst auf hoher See und ob wir uns über 2 Wochen von Dosenraviolis ernährten,haben wir unseren Menüplan angehängt.
Und los!!!

Donnerstag, 02.02.2017
Zeit 15:23 – Position 16° 53.120′ N 24° 59.487′ W – Kurs  210° Geschwindigkeit 4.5kn

Abgelegt Capo Verde Mindelo

Freitag, 03.02.2017
Zeit 09:54 – Position 16° 25.275′ N 26° 34.846′ W – Kurs 256° Geschwindigkeit 5.3kn

Nun sind wir nach anderthalb Wochen Capo Verde / Mindelo zum großen Schlag gestartet und die erste Nacht liegt hinter uns. Wir hatten bis auf ein Flautenloch gegen 20.30 Uhr viel Wind und hohe Wellen, etwa 4 m. Allen geht es gut und wir richten uns für die lange Strecke ein. Bis alles wieder seinen sicheren Platz gefunden hat, rollen noch ein paar Wellenberge unter uns durch. Die Sonne strahlt. (Kürbissuppe mit Knoblauchkrüstchen)

Samstag, 04.02.2017
Zeit 19:53 – Position 15° 10.166′ N 29° 22.641′ W – Kurs 239° Geschwindigkeit 6.3kn

Soeben super schöne Goldmakrele rausgezogen, schon im Kühlschrank filetiert. Prima Gemeinschaftsarbeit. Zweiter Tag neigt sich dem Ende und wir sind alle immer besser drauf, mulmiges Gefühl in der Magengegend verschwindet langsam. Die großen Wellen legen sich, der Wind bläst gut und die reparierte Windfahne hält uns auf Kurs Richtung „Kokosinseln“. Teller und Kaffeegläser müssen dennoch immer gut festgehalten werden. (Schweinemedaillons auf Auberginen- Apfelsoße mit Reis)

Montag, 06.02.2017
Zeit 04:56 – Position 14° 59.557′ N 32° 53.163′ W – Kurs 275° Geschwindigkeit 5.6kn

Vierte Nacht, wir haben die ganze Zeit gut Wind und fahren durchweg nur mit gerefftem Vorsegel. Die ruppige See macht uns zu schaffen und geht aufs Gemüt. Kochen und Essen bereiten ist mühsam. Auch gutes Schlafen zwischen den Wachen ist beschwerlich, sodaß alle etwas erschöpft sind. Leider wird das Wetter wohl nicht besser. Dennoch hat unser Mahi Mahi sehr gut geschmeckt. Die erste Zeitumstellung liegt hinter uns und die Kinder sind wieder begeistert bei Olis Schachkurs dabei. (Goldmakrele auf Karotten-Zwiebelbett mit Petersilienkartoffel)

Dienstag, 07.02.2017
Zeit 17:07 – Position 14° 37.365′ N 36° 17.758′ W – Kurs 256° Geschwindigkeit 5.4kn

Leider meint es dis See immer noch nicht gut mit uns und wir kämpfen unter Deck mit gemeinen Wellen. Nach Kacküberschwemmung gab es gestern noch Wasser durch die Hutzen mit Überschwemmung in der Kombüse und Nudelexplosion. Wir sind demütig! (Spirelli a la cirque de soleil) Nach Krankheit von Suse, schmeißen die Jungs Kombüse und Kinderbetreuung allein, backen Brot, angeln und sichten einen Wal.

Freitag 10.02.2017
Zeit 04:32 – Position 14° 18.490′ N 41° 34.078′ W – Kurs 258° – Geschwindigkeit 5.6kn

Nach 2 Tagen Ausfall von Suse (Magen-Darm- Infekt) können die Wachen wieder im alten Rhythmus gefahren werden. Allerdings war gleich zur Begrüßung des neuen Tages um 7.00 Uhr das Bordklo nicht mehr aufnahmefähig. Fabi und Oli nahmen sich der Sache an und reparierten 3 Stunden in der Kacke und „Kot war am Mann“. Danach gab es erstmal Pfannekuchen und Duschen im Cockpit, leider hat sich hierbei unser Eimer von uns verabschiedet. Aber es wird alles besser. Die See soll ab heute ruhiger werden und der Wind weniger, es ist schon sehr warm und wir reduzieren uns auf T-Shirt und Unterhose. Wir fahren immer noch nur mit einem Vorsegel, werden aber wohl bald mehr setzen können. (Gestern Couscous auf Karotten- Zwiebelgemüse/ Heute Auberginenhachis mit Süßkartoffelbrotfladen- Bolo do caco aus Madeira, passend zum Klo.)

Samstag 11.02.2017
Zeit 07:41 – Position 14° 5.647′ N 44° 0.056′ W – Kurs 290° – Geschwindigkeit 4.9kn

Gestern war ein etwas ruhigerer Tag und wir konnten uns ohne Zwischenfälle erholen. Wind und Wellen nehmen ab. Lesen und DVD schauen war angesagt. Angelei leider ohne Erfolg. Gegen 10 Uhr morgens wurde die Halbzeit mit Glockenschlag verkündet und am Abend gab es Bergfest mit Wein, Fanta, Tanz und Gesang. Zudem fiel Lucies zweiter Zahn heraus. Juhu! (Spaghetti mit Thunfisch)

Samstag 11.02.2017
Zeit 23:39 – Position 13° 59.619′ N 45° 16.041′ W – Kurs 267° – Geschwindigkeit 4.9kn

Alles wird ruhiger, das Meer, der Wind, die Wellen und auch die gesamte Crew. Wir haben ab 15.00 das Großsegel mit im Einsatz und fahren nun gediegen 5 Knoten ohne im Schiffsbauch hin und her geworfen zu werden. 🙂 Viel besser!!! Die Schmetterlings- Variante hat unter diesen Windbedingungen nicht gut funktioniert. Das Wetter wird voraussichtlich weiter so bleiben und man kann die Nachtwachen nun im T-Shirt absolvieren. Der Tag war angenehm gefüllt mit Segel setzen, Angeln, Briefe an Meerjungfrauen schreiben, Basteln mit Stoffmalfarbe, Puzzeln, Lesen, Fange spielen und, und, und … (Fleischklößchen in Restauberginensoße mit gebackenen Süßkartoffeln und Polenta)

Sonntag 12.02.2017
Zeit 20:36 – Position 13° 49.267′ N 47° 13.462′ W – Kurs 272° – Geschwindigkeit 4.9kn

Passatsegel gesetzt

Montag 13.02.2017
Zeit 00:10 – Position 13° 49.641′ N 47° 20.506′ W – Kurs 262° – Geschwindigkeit 3.9kn

Ein weiterer schöner Tag auf dem Atlantik liegt hinter uns. Die Passatbesegelung funktioniert ganz gut, Verbesserungen müssen morgen noch vorgenommen werden. Am neuen Baum, den wir in Teneriffa eingerichtet haben, ist soeben leider schon die Einhängeschraube gebrochen. Dies wurde aber mit einem Schnellmanöver von Fabi und Olen gelöst und ein Karabiner muss erstmal herhalten. Heute Morgen hatten wir wieder einen schönen etwa 5 kg Mahi Mahi an der Angel. Unser Kescher war jedoch zu klein und Olen versuchte ihn an der Schnur ins Schiff zu hieven, was misslang. Er hat so gekämpft, dass das Stahlvorfach an seiner Schwachstelle gerissen ist und Fisch mit samt unserem besten Köder in den Wellen verschwand.😧 Sonst haben wir tolle Brotschnecken und Brezeln gebacken, gebastelt, gebaut und gespielt. Die Stimmung ist top. (Kartoffelbrei mit Bratwürstchen und Restauberginenmus)

Dienstag 14.02.2017
Zeit 04:00 – Position 13° 53.232′ N 49° 13.515′ W – Kurs 310° – Geschwindigkeit 4.2kn

Ein kleinerer vielleicht unechter „Thunfischmakrelenbonito“ hat uns ein Abendessen beschert. Wir hatten ihn wegen der zahlreichen Seegrasalarme der Schleppangel zunächst gar nicht bemerkt. Bestimmen konnten wir ihn jedenfalls nicht und erst wollte ihn keiner recht essen, aber dann hat er ganz passabel geschmeckt. Wir haben wohl durch Nässe einen Defekt in den Kabeln des Autopilotes, sodass wir ohne Anzeigen im Cockpit fahren. Trotz ausgiebiger Beschäftigung mit dem Problem, über mehrere Stunden durch Fabi und Oli, konnte es nicht gelöst werden. Sonst wurden die Kinder geduscht und allen geht es bestens, nur manchmal sehr müde. (Pasta mit Pilzsahnesoße und Fisch🐟???)

Mittwoch 15.02.2017
Zeit 07:38 – Position 13° 36.769′ N 51° 18.015′ W – Kurs 266° – Geschwindigkeit 5.6kn

Tag 14 beginnt. Gestern hat uns die Abendstimmung noch einen schönen Großaugen- Thuner beschert, der uns sicher die nächsten zwei Tage schmecken wird. Der Autopilot konnte vorerst nicht wieder zum Laufen gebracht werden. Sonst ist alles gut, wir genießen heute noch die Ruhe, denn Wind und vor allem Welle sollen ab heute Abend wieder stark zunehmen. Wir harren der Dinge. Wir schaffen das!!🌞

Donnerstag 16.02.2017
Zeit 13:52 – Position 13° 33.413′ N 54° 9.658′ W – Kurs 284° – Geschwindigkeit 5.8kn

Wie es aussieht werden wir als erstes Saint Lucia ansteuern und Barbados auslassen, vorausgesetzt wir bekommen von dort eine E-mail- Antwort auf unsere Platzanfrage die wir via Satellitentelefon gestellt haben. Es wird immer heißer und der Schweiß läuft Tag und Nacht. Unser Thuner war hervorragend und köstlich. Die Welle nimmt immer mehr zu und wir rasen weiter Richtung Westen. (Thunfischfilet mit Kartoffeln)

Freitag 17.02.2017
Zeit 01:07 – 13° 43.491′ N 55° 11.205′ W – Kurs 273° – Geschwindigkeit 5.5kn

Die See ist doch freundlicher als Gedacht und ruhiger als vorhergesagt. Wie schön! Wir fahren mit Groß und Genua. Nochmaliges checken des Autopilotes ergab, dass es sich um ein größeres Problem handelt, welches wir in Saint Lucia hoffentlich reparieren können. Nicht so schön! Es gibt immer was zu tun. Alle freuen sich auf die baldige Ankunft, unsere Stimmung ist locker entspannt und allen geht es gut. (Spaghetti mit Thunertomatensoße)

Samstag 18.02.2017
Zeit 03:58 – 13° 36.258′ N 57° 12.724′ W – Kurs 226° – Geschwindigkeit 5.6kn

Hingegen der 8 ruppigen Tage zu Beginn der Überfahrt, wurden wir abermals mit einem schönen Segeltag beschenkt. Heute Nacht kommt der Wind zu nördlich, sodass wir unseren Kurs auf Saint Lucia noch nicht anlegen können. Wir haben aber Nachricht, dass wir einen Platz in der Marina bekommen. Ein schöner Mahi Mahi hing in der Abendsonne wieder an unserer Angel. Wir sind guter Dinge und rauschen mit dem Süderkreuz an Backbord durch die Nacht. (Hackfleischbällchen mit Cous Cous und Polenta)

Sonntag 19.02.2017
Zeit 21:46 – 14° 7.273′ N 60° 43.216′ W – Kurs 285° – Geschwindigkeit 4.7kn

So nun sind es noch 3 Stunden bis zum Landfall. Wir werden gegen 1 Uhr in Saint Lucia sein und dort wohl vor der Marina ankern und morgen einklarieren. Der Wind hat uns nun schnell voran gebracht. Die Kinder schlafen nach einer großen Portion Würschtle und Kartoffelbrei und wir werden zu 4 die letzte Wache abhalten. Wir sind froh es geschafft zu haben und alle sind gesund und munter. (Gestern feinste Mahi mahi- Fischstäbchen mit Remoulade und Kartoffeln / Heute Kartoffelbrei mit Bärentatzen, Schmelzzwiebeln und Kürbisgemüse)

Montag 20.02.2017
Zeit 01:53 – 14° 5.416′ N 60° 57.738′ W – Kurs x – Geschwindigkeit 0.0kn

Anker gesetzt in der Rodney Bay Saint Lucia! Das Boot liegt ruhig am Ankerplatz, Musik vom Strand ist zu hören – wir haben es geschafft und sind sehr glücklich. (Gin Tonic)

Worte der Überfahrt

Suse im Nudelchaos: So das wars jetzt mit gemeinsamen Essen, ab jetzt isst jeder allein.
Lucie nach dem überall Nudel verteilt sind: Ich kann überhaupt nicht essen!!!
Fabi zur Kloaktion: Das passiert nur wenn man da massiv…
Oli: Nennt es bitte nicht Frühstück (erste gemeinsame Malzeit am Tag, Vesper um 16 Uhr)
Fabi: Leute wir müssen die Batterien laden. Lucie und Moritz: Neeiiiinnnn! Kein Motor an!

Short Break – Capo Verde

Eine Woche Kapverden liegen nun hinter uns und wir sind nun kurz vor dem Start unserer größten Etappe, der Atlantiküberquerung nach Barbados. Mit unserem zweiten Oli, der uns bereits in Mindelo empfangen hat, ist unsere Crew nun vollständig. Neben zahlreichen Vorbereitungen für das bevorstehende Abenteuer, haben wir die Zeit genutzt, um Land und Leute kennen zu lernen. Wir hatten interessante Begegnungen und starten mit vielen neuen Eindrücken gen Westen.

 

REISE REISE

Nach schönen Weihnachtstagen mit unserer lieben Oma Elisabeth und Neujahrsrundtour mit unseren geliebten Brandyfuels, sind wir nun startklar zur ersten Etappe Atlantiküberquerung zu den Kapverden. Die Crew ist mit unserem ersten Oli vergrößert. Die Arlou ist mit „Leckerkeiten“ vollgebunkert und alle Fahrzeuge sind wieder an Bord verstaut. Morgen geht es los.

News: Wanderung am Vulkan Teide auf Teneriffa

Das Mittelmeer – auf den Spuren von Odysseus

2. Kapitel Italien
in dem wir unsere erste Nachtfahrt allein schaukeln, sich unsere Crew vergrößert und wir meterweise Pizza essen, auf Odysseus Spuren wandeln (Skylla u. Charybdis)
das Tal der Monster und uralte Siedlungen besichtigen, das Eisboot im richtigen Moment auftaucht

Aus dem Reisetagebuch:
31. August 2016
wir brechen zu unserer ersten Nachtfahrt nach Brindisi auf und teilen uns die Wachen im Drei-Stunden-Takt. Alles klappt bestens und sehr entspannt. die Kinder schauen noch lange vor dem Einschlafen in die laue Sternennacht und Lucie bemerkt, dass die Milchstrasse eigentlich Milchbogen heißen sollte. Nach einigen Stunden Segeln darf auch der Motor ran und er brummt zuverlässig vor sich hin, während wir durch die Wellen rauschen. Am frühen Abend erreichen wir Brindisi und werden auch hier schon von unseren neuen Gästen (Barbara und Fridolin) empfangen.

3. September 2016
Die nächsten Tage versuchen wir viel Strecke zu machen, denn wir müssen ja nun um den „Stiefel“ rum. Der Motor kann nun zeigen was er drauf hat, denn wir haben fast nie den passenden Wind für unseren Kurs. Aufmerksam hören die Kinder zu als Pipe die Geschichte der Schatzinsel erzählt. In Santa Maria di Leuca wird das neu mitgebrachte Ladegerät von Fridolin und Fabian eingebaut, der Rest der Crew macht die Stadt und den Hafen unsicher. Am Abend speisen wir köstlich in einem versteckten Lokal hinter der Marina und tragen schlafende Kinder in ihre Kojen.

5. September
Wir verbringen einen Tag in der versandeten aber sehr witzigen Marina „Rosella di Ionica“. Der Regen über Nacht hat große Pfützen hinterlassen und so ziehen die Kinder die Matschsachen an und veranstalten eine ausgiebige Pfützen-Party. Segeln ist Wassersport!!!
Während Barbara, Fabian und Pipe am Boot werkeln, fahren wir anderen mit dem Rad (man bekommt umsonst alte Fahrräder in der Marina geliehen) zum schönen Strand und genießen die tolle Stimmung. Die Kinder sind nicht mehr aus dem Wasser zu kriegen. Am Abend bleibt von der meterlangen Pizza im Marina – Restaurant kein Krümmelchen übrig.

6. und 7. September
Strasse von Messina – Dank AIS klappt die Durchfahrt sehr gut, als ein Gewitter aufzieht, versuchen wir im Hafen von Messina anzulegen. Auf Grund zu starker Strömung haben wir keine Chance, werden immer wieder weggedrückt und beschließen weiter zu fahren. Wir ankern vor Capo Polero. Gegen ein Uhr slippt der Anker, wir warten das kurze Gewitter ab und ankern erneut. Morgens geht es bei schöner Stimmung trotz Nieselregen weiter nach Lipari.

Aus Homers Odyssee

„So fuhren wir in die Meerenge, wehklagend: hier Skylla, drüben aber schlürfte die göttliche Charybdis furchtbar das salzige Wasser des Meeres ein. Wahrhaftig, und wenn sie es ausspie, so brodelte sie ganz auf wie ein Kessel auf vielem Feuer, herumstrudelnd, und hoch auf flog der Schaum bis auf die Spitzen der beiden Klippen. Doch wenn sie das salzige Wasser des Meeres wieder verschluckte, so wurde sie, herumstrudelnd, bis ganz nach innen hinein sichtbar, und ringsher brüllte fürchterlich der Fels, und unten wurde die Erde sichtbar, schwarz von Sand. […] Wir blickten auf sie hin, in Furcht vor dem Verderben. Unterdessen holte sich Skylla aus dem hohlen Schiffe sechs Gefährten […]. Und als ich auf das schnelle Schiff und zugleich nach den Gefährten blickte, sah ich von ihnen schon die Füße und die Hände darüber, wie sie in die Höhe schwebten. Und sie erhoben ihre Stimme und riefen mich und nannten mich beim Namen, damals zum letzten Mal. […] Das war das Jammervollste, das ich mit den Augen gesehen habe unter allem, soviel ich ausgestanden, während ich nach Durchfahrten auf der Salzflut forschte.

11. September 2016
Auf Lipari verbringen wir zwei herrliche Tage, schlampern in der Stadt und besichtigen die Klosteranlage und ihren Burgberg. Lucie und Moritz sind sehr aufmerksam und machen für uns beim Amphitheater eine kleine Einlage. Wir essen vorzüglich im Kasbah Cafe. Ein schöner Ort und überhaupt schöne Inseln, sie lohnen wiederzukommen.
Wir fahren weiter nach St. Agata und verabschieden am nächsten Morgen die Großeltern auf den Zug nach Palermo und den Flug nach Hause. Es war eine tolle Tour mit den beiden.

12. September 2016
Vulcano: Es brodelt im Wasser und riecht nach Schwefel, überall schwimmt Bimsstein auf der Wasseroberfläche. Die Kinder haben eine neue Lieblingsbeschäftigung „Bimser keschern“. Wir unternehmen einen Ausflug ins Valle di Mostri- Tal der Monster.

13. September
Bucht Cala Junco auf Panarea. Ein herrlicher Platz mit einfach wunderbarem Wasser- alle Blautöne die es gibt. Beim Ankern kommt zur Begrüßung gleich ein Eisboot vorbei und zwei Typen mit roten Augen verkaufen uns von ihrem Boot (eine schwimmende Kühltruhe) Stieleis. Kinderfreude- Erwachsenen auch!!!
Die Kinder schwimmen immer wieder um die Arlou und wollen nicht aus dem Wasser.
Am Nachmittag fahren wir mit dem Dinghi an Land und besichtigen die Ausgrabungsstätte „Capo Milazzese“ oberhalb der Bucht. Die Mauern dieser alten Siedlung stammen aus der Bronzezeit (Milazzese Kultur ca. 1430- 1270 v. Chr.).
Die Kinder sind wieder sehr interessiert und wir denken uns Geschichten aus über die Menschen, die hier vor vielen Jahren gelebt haben.

20. September
Auf Grund von Starkwind verbringen wir vier herrliche Tage in Cefalu. Stadtbesichtigung, leckere sizilianische Küche, Strandleben, Wäsche waschen, Gasflaschen-Transport. Wir fahren weiter über San Vito zur vorgelagerten Insel Levanzo/Cala Fredda und brechen von hier aus nach Sardinien auf.

24. September
Ankunft in Villasimius/Sardinien. Wir treffen unsere Freunde Sebastian und Sandra, die hier gerade Urlaub machen und verbringen einen schönen Abend mit großem Abschlußeis.

26. September
Unsere letzte italienische Station, bevor wir zu den Balearen aufbrechen, ist Carloforte auf der Insel San Pietro. Wir erkunden die schöne Stadt und speisen köstlich in dem uns empfohlenen Restaurant „La Nave“, eine alte umgebaute Fabrikhalle. SUPER GEHEIMTIPP

Tipps von Lucie und Moritz für Kroatien

Lucie:

Geht ins Aquarium-Museum von Pula und schaut Euch dort den Tintenfisch an.

Sammelt schöne Muscheln am Strand und bastelt damit.

Moritz:

Schaut im Hafen oder einer Marina das Kranen der Schiffe an. Aus und in das Wasser.

Das Mittelmeer – ein Abenteuer beginnt

1. Kapitel
in dem wir endlich aufbrechen, der Ford-Tempest noch etwas zickt, aber wir herrliche Tage mit den Berlinern verbringen, wir viele Tiere sehen und die Oma in Dubrovnik treffen

Aus dem Reisetagebuch:
13. August 2016

Nach fast 4 Wochen intensiver Arbeit an Motor, Rumpf, Cockpit und anderen „Kleinigkeiten“ sind wir heute, am 13. August 2016 zu unserer großen Reise von Pula/ Kroatien aus aufgebrochen. Viele Hände haben mit geholfen, dass unsere Arlou nun mit uns das Abenteuer starten kann. Goran hat über lange Zeit mit viel Ausdauer, Schweiß und Ehrgeiz unsere Maschine wieder zum Laufen gebracht und nun liegen wir nur 8 Meilen von Veruda entfernt in unserer ersten Bucht und Ruhen aus. Am Ende war es nun einfach Zeit los zu kommen…

16. August 2016

Nun ging es doch nur mit vielen Reparaturen Stück für Stück voran, vieles entstand als Kettenreaktion von vorausgegangenen Störungen am Motor. Doch Goran war immer zur Stelle, um uns so schnell wie möglich zu helfen. Egal wo wir waren, er kam da irgendwie hin. So erfuhren wir bei einem gemeinsamen Abendessen nach getaner Arbeit auch mal außerhalb des „Maschinenlochs“etwas über seine bewegte Lebensgeschichte.
Vielen Dank Goran für deine große Unterstützung!!!

21. August 2016

Mit unseren Freunden aus Berlin, die wir am 19.08. in Biograd an Bord nahmen, fuhren wir weiter in die Kornaten und erlebten eine super schöne Woche mit Schatzsuche, Delfinen, die für uns sprangen und schönen Wanderungen auf Zirje. Dort hatten wir Dank Moritz, dem Großen, noch eine Boje in der borageschützen Bucht Vela Stupica ergattert, Frechheit siegt!!! Am Abend fuhren wir mit dem Dinghi zum brechend vollen Lokal und speisten königlich (Kotelett vom Grill, Kartoffelsalat- fast schwäbisch- und eine riesen Schüssel frischen Salat für alle, Nachtisch: Palatschinken) Die Kinder entdeckten am Kai einen Tintenfisch. Ach ja – die Kindeeeeeer!!!

24. August 2016

Auf Hvar kam uns Goran für die letzten Arbeiten am Motor nochmals für eineinhalb Tage besuchen. Zudem musste ein neues Ladegerät in Deutschland bestellt werden.

Erstmals nun richtig allein, ohne Maschinistenhilfe und mit viel Erlebnisdrang brachen wir mit Zwischenstopp in Korcula nach Dubrovnik auf, wo uns Elisabeth schon brennend an der Uferpromenade in Cavtat erwartete. Wir erlebten zwei sehr schöne Tage und die Kinder konnten bei ihr in der Unterkunft übernachten. Ein tolles Wiedersehn, welches allen großen Spass machte.

Der Alte Bill und seine Bande

Von unseren Freunden aus Berlin erfuhren wir, dass der Alte Bill, ein rauhbeiniger Pirat der harten Sorte, gerade in den Gewässern der Adria umher segelt. Alsbald sichtete Samuel auf der Höhe von Biograd vor Pasman sein Schiff, jedoch sehr weit entfernt. Lucie und Samuel machten sich also gleich ans Werk und schickten dem Alten Bill eine Flaschenpost.

Unsere Crew sollte bald Antwort erhalten. Am nächsten Morgen fanden wir eine alte Pappe auf unserer Arlou mit der Aufschrift: „Morgen Flaschenpost kommt!“ Da uns die Borawinde in einer Bucht bei Zirje in den Kornaten Schutz suchen ließen, hatten wir Bedenken das uns die Nachricht des Alten Bills wirklich erreicht. Unentwegt hielten alle Ausschau. Und wirklich: Mitten in den Wellen schwamm die Flasche an unserem Schiff vorbei. Der Wind blies sie ziemlich schnell weiter, es musste gehandelt werden. Sammy sprang ohne zu zögern hinein und holte die Flasche heraus. Eine Meisterleistung außerordentlichen Mutes.

Die Flasche wurde mit Spannung geöffnet. Darin befand sich ein in Rum getränkter Brief und eine Beschreibung zu welcher Insel wir fahren müssen, um den Schatz des Alten Bills zu finden.

Mit allen Mitteln der Navigationskunst wurde herausgefunden: Wir müssen zur Insel Hvar.

Da der Weg zur Insel Hvar zwei Tage Fahrt bedeutete, musste der Kapitän gründlich überredet werden einen neuen Kurs einzuschlagen. Beim Eintreffen in den Hafen, sahen wir längsseits ein Piratenschiff liegen, wahrscheinlich ein Schiff der Flotte des Alten Bills. Am nächsten Morgen überbrachte uns ein Mitglied der Mannschaft des Piratenschiffs eine Schatzkarte. Die Schatzsuche konnte beginnen.

Werftzeit in Pula

Bevor wir mit der Arlou am 13. August 2016 in Pula starten konnten, wurden viele Teile in zweijähriger Arbeit erneuert und repariert. Hierbei möchten wir uns für die große Unterstützung bei allen sehr herzlich bedanken. Insbesondere bei unserem Vater und Opa Fridolin, Laura D., Jochen F. und Goran, die vor Ort tatkräftig mit angepackt haben die alte Lady auf Vordermann zu bringen.

Deck: Rost entfernt, geprimert und lackiert, neuer Decksbelag, Bugkorb mit Vorstagbefestigung geschweisst, Rollanlage mit Toggle neu montiert, Luken gedichtet und neu montiert, alle Fenster erneuert, Hutzen erneuert, Cockpit komplett neu lackiert, Aufbau abgeschliffen und neu lackiert, Fenster des Aufbaus erneuert, zwei neue Vorsegel.

Rumpf: Komplett abgeschliffen bis auf den Stahl, drei mal geprimert und zwei mal Antifouling gestrichen, alle Zinkanoden erneuert, Wasserlinie neu lackiert.

Technik: Motor komplett demontiert – generalüberholt und viele Teile erneuert, zweite Lichtmaschine montiert für Servicebatterien, neue Welle, neue Schraube, Ruderschaft neu gedichtet, alle Batterien erneuert (zwei große Servicebatterien und eine Starterbatterie), neues Ladegerät für 220V, 220 Volt Konverter 1000W, neuer Herd, neue Gasflaschen, neuer Wassermacher von Katadyn (12V, 12 Liter/Std.), Wassertank 3 erneuert, Viele Lampen und Lichter mit LED ausgestattet, neues Funkgerät, neuer GPS, neues Radio.

In den letzten vier Wochen vor dem Start haben wir noch einige Arbeiten zusammen mit den Kindern bewerkstelligt.